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    Burgsinn

    Für ein attraktives Burgsinner Freibad würden viele auch mehr zahlen

    Sinngrundallianz führte Umfrage unter Bürgern in Burgsinn, Fellen, Rieneck, Obersinn, Mittelsinn und Aura zum Freizeitangebot in Burgsinn durch. Was dabei heraus kam.
    Eine der attraktivsten Freizeiteinrichtungen des Sinngrunds, das Burgsinner Freibad, soll von den Allianzkommunen finanziell unterstützt werden, wünschen sich die Bürger.
    Eine der attraktivsten Freizeiteinrichtungen des Sinngrunds, das Burgsinner Freibad, soll von den Allianzkommunen finanziell unterstützt werden, wünschen sich die Bürger. Foto: Jürgen Gabel

    81 Prozent der Befragten wären bereit, für ein attraktives Bad höhere Eintrittspreise zu bezahlen. Dies ist eines der Ergebnisse einer von der Sinngrundallianz von März bis Mai 2020 durrchgeführten Befragung unter den den Bürgern der sechs Mitgliedsgemeinden zum Freibad in Burgsinn. Die Resultate der Umfrage sollen als Entscheidungsgrundlage für mögliche gemeinsame Allianzprojekte für die Freizeiteinrichtung dienen. Natürlich ging es auch um die mögliche finanzielle Unterstützung der Allianzgemeinden, um das Freibad auch künftig sicher betreiben zu können sowie um konkrete Projektideen oder Vorschläge.

    Burgsinn muss bislang das jährliche Defizit von rund 200 000 Euro fast allein schultern. Was bei der Umfrage heraus kam, stellten Allianzvorsitzende Zita Baur und Allianzmanager Lukas Weis in einem Pressegespräch vor. "Leider identifizieren sich noch zu wenige Sinngründer mit ‚ihrem Schwimmbad‘ oder werben in den Flyern ihrer Ferienwohnungen mit dem Freizeitangebot eines ‚tollen Freibads‘", bemerkte Zita Baur.

    Mehr als die Hälfte der 627 Teilnehmer lebt in Burgsinn

    627 Personen haben an der Umfrage teilgenommen. 51,5 Prozent von ihnen leben in Burgsinn, 17,1 Prozent kamen aus Fellen, aus Rieneck, Obersinn, Mittelsinn und Aura kamen zwischen sechs und neun Prozent. 85 Prozent sind zwischen 20 und 64 Jahre alt. 64 Prozent der Teilnehmer sind regelmäßige Badbesucher, während 28 Prozent eher selten das kühle Nass aufsuchen. Acht Prozent nutzen das Freibad gar nicht.

    Von den Burgsinner Teilnehmern gehen beachtliche 96 Prozent ins Freibad. Erstaunliche 92 Prozent wünschen sich eine stärkere Beteiligung der Allianzkommunen am Burgsinner Freibad, erklärte Lukas Weis. Dabei sprachen sich 82 Prozent für ein finanzielles Engagement der jeweiligen Kommunen aus und 46 Prozent wünschen sich ein gemeinsames Allianzprojekt im Bad.

    Wunsch: Gemeinden sollen Freibad unterstützen 

    Interessant gestaltete sich die Frage nach dem finanziellen Beitrag "meiner Kommune" an der Sicherung des Freibades (ohne Burgsinner Beteiligung). 86 Prozent der Teilnehmer wünschen sich eine jährliche Unterstützung, wobei der durchschnittliche Wunschbetrag pro Stadt/Gemeinde bei jährlich 19 000 Euro liegt. Dabei stand auf anonym beantworteten Fragebögen im Schnitt 15 000 Euro als Summe, auf Fragebögen mit Personendaten gar 29 000 Euro, sagte Zita Baur.

    Der Bereitschaft, höhere Eintrittspreise zu entrichten, signalisierten 81 Prozent der Befragten. Spannende Lösungsvorschläge gab es auf die Frage nach Einsparpotenzialen im Freibad: Diese reichten von der Wetterlage angepassten Öffnungszeiten, über Reduzierung der Temperatur in den Becken, Umstellen auf Solarenergie, Reduzierung von Personalkosten, Anschluss an Hackschnitzelheizung bis zur Abschaffung von Jahreskarten und weniger Rasenmähen.

    Die Hälfte der Teilnehmer (ohne Burgsinn) gab außerdem an, dass aufschiebbare Investitionen in den eigenen Kommunen zugunsten einer Beteiligung im Freibad zurückgestellt werden sollten. Eine finanzielle Hilfe wünschten sich rund 80 Prozent, während nur vier Prozent eine solche rigoros ablehnten, bestätigte Vorsitzende Baur.

    Eine Rutsche und mehr Sonnensegel fänden viele schön

    229 Teilnehmer nannten Projektvorschläge für das Freibad. Die häufigsten Nennungen waren: Rutsche (63 mal), mehr Schattenplätze (Sonnensegel) 25 mal und Abendveranstaltungen im Freibad wurden 21 mal genannt. 304 Teilnehmer haben Namensvorschläge für das Freibad notiert. Die häufigsten Nennungen: "Sinngrundbad"114 mal, "Sinnbad" 38 mal oder "Freibad Burgsinn" 26 mal.

    In der Vorstandssitzung der Sinngrundallianz wurden das Umfrageergebnis sowie mögliche Beteiligungen der Kommunen diskutiert. Es kristallisierte sich ein von der Allianz finanziertes Einzelprojekt, beispielsweise eine Rutsche zur Attraktivitätssteigerung, heraus. Es gab aber im Gremium auch eine ablehnende Haltung.

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