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    Dittelbrunn

    Leserforum: Rückgabe des Mandats an die Fraktion

    Zum Fraktionswechsel von Singh-Neckermann erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift:

    Hat es einen Sinn, seinen Unmut in einem Leserbrief öffentlich zu äußern? Ich hadere nun seit 13. Mai mit mir. Eigentlich habe ich erwartet, dass sich die Bürger, die zur Gemeinderatswahl 18 549 Stimmen an die SPD/SBD vergeben hatten, ziemlich vergaggeiert vorkommen müssten und dies sich auch in der medialen Berichterstattung sowie in Leserbriefen stärker spiegeln würde.

    Die Art und Weise des abrupten Fraktionswechsel durch Frau Singh-Neckermann empfinde ich persönlich als Anmaßung gegenüber allen Wählern. Das hat mit "Ehrlichkeit" oder "demokratischem beziehungsweise sozialem Umgang miteinander", wie sie plakativ formuliert, nun wirklich gar nichts zu tun.

    Meiner persönlichen Auffassung nach hieße dies nämlich konkret für Gemeinderäte:

    "Sozialer Umgang miteinander", vor allem ein abgestimmtes und koordiniertes Miteinander, das Einhalten von Spielregeln und eine offene wertschätzende Kommunikation auch und gerade bei Differenzen.

    "Demokratischer Umgang miteinander", vor allem, dass man sich an Regeln hält und Verlässlichkeit zeigt; dass man für seine Meinung argumentiert und andere Meinungen gegebenenfalls auch stehen lassen kann.

    Ehrlichkeit? Tja, kann es ehrlich sein, quasi direkt nach der Nominierung eine Fraktion zu wechseln? Ohne überhaupt eine Stunde konstruktiv tätig gewesen zu sein? Ohne sich mit irgendetwas oder irgendjemandem in der Sache auseinander zu setzen?

    Nein! Ich finde dieses Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel nicht ehrlich! Es ist nicht nur die unmittelbare Verschiebung der Mandate was ärgert, es hat mit Sicherheit auch Einfluss auf künftiges Wahlverhalten, und das ist genauso unschön.

    Was wäre ehrlich? Ich finde, die Rückgabe des Mandats an die Fraktion, die nach Wählerstimmen gepunktet hatte, wäre ehrlich.

    Christine Schöll,
    97456 Dittelbrunn

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    Bearbeitet von Peter Kallenbach

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