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    Würzburg / Schweinfurt

    Corona: Die Lage in Unterfranken am Montagabend

    46 326 (+120) bestätigte Corona-Fälle gibt es in Bayern seit Beginn der Krise (Stand Montag), 2382 Menschen sind am Coronavirus gestorben. Für Unterfranken meldet das Robert-Koch-Institut 3405 Infizierte (+1) und 184 Todesopfer. Wo es bestätigte Fälle gibt und was Sie wissen müssen.
    Hoffnung auch für bayerische Schwimmbad-Besucher in Corona-Zeiten: In den Pfingstferien im Juni sollen die Freibäder wie hier das Dallenbergbad in Würzburg wieder öffnen dürfen. 
    Hoffnung auch für bayerische Schwimmbad-Besucher in Corona-Zeiten: In den Pfingstferien im Juni sollen die Freibäder wie hier das Dallenbergbad in Würzburg wieder öffnen dürfen.  Foto: Daniel Peter

    Seit Wochen veröffentlicht die Redaktion an dieser Stelle die aktuelle Gesamtzahl von Corona-Infektionen in Unterfranken. Inzwischen ist aber ein Großteil der Betroffenen glücklicherweise wieder genesen. Daher konzentrieren wir uns nun auf einen aussagekräftigeren Wert: die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Dabei handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen in einem bestimmten Landkreis oder einer kreisfreien Stadt pro 100 000 Einwohner.

    Bundesweit gilt: Liegt dieser Wert über 50 müssen die Gesundheitsbehörden reagieren und in dem betroffenen Gebiet Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen – auch in Form von lokalen Beschränkungen. Unsere Quelle bleibt dabei das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Die Gesamtzahl der Infektionen finden Sie aber weiterhin täglich aktualisiert hier. Bayern hat inzwischen seinen Grenzwert verschärft und auf 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herabgesetzt, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) in dieser Woche  mitteilte.

    Landkreis Rhön-Grabfeld bleibt an der Spitze

    Die meisten Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen in Unterfranken pro 100 000 Einwohner gibt es im Landkreis Rhön-Grabfeld mit einer Inzidenz von unveränderten 5,0 (Stand Montag). Darauf folgen die Landkreise  Schweinfurt mit 3,5 und Würzburg mit 3,1. Im Landkreis Bad Kissingen liegt die Inzidenz bei 2,9, im Landkreis Aschaffenburg bei 1,7,  in der Stadt Aschaffenburg bei 2,8 und in der Stadt Schweinfurt bei 1,9. Die Landkreise Miltenberg und Main-Spessart liegen beide bei 0,8 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen, der Landkreis Kitzingen bei 1,1. In der Stadt Würzburg und in den Haßbergen gab es in den letzten sieben Tagen laut RKI keine Neuinfektionen.

    In Unterfranken haben sich seit Beginn der Corona-Krise laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) 3405 (+1) Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: Montag, 25. Mai). Die meisten Infizierten in der Region gibt es mit 874 (+0) nach wie vor in Stadt und Landkreis Würzburg. Für Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind 635 (+0) Fälle bestätigt, für Stadt und Landkreis Schweinfurt 666 (+1), für die Landkreise Miltenberg 289 (+0), Haßberge 155 (+0), Main-Spessart 151 (+0), Kitzingen 189 (+0), Rhön-Grabfeld 192 (+0) und Bad Kissingen 254 (+0).

    Im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg liegt die Zahl der gemeldeten Infektionen bei 396 (+0). 10 Menschen sind dort an den Folgen des Coronavirus gestorben.  Für den Main-Tauber-Kreis liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 2,3.

    47 Corona-Erkrankte im Krankenhaus

    Der Regierung von Unterfranken zufolge befinden sich derzeit 47 Personen in stationärer Behandlung, 13 davon auf der Intensivstation. 318 Personen, die Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten, stehen unter Quarantäne (Stand: Montag, 25. Mai).

    Insgesamt 184 (+0) Menschen sind laut RKI in Unterfranken bislang an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben: 58 in Stadt und Landkreis Würzburg, 38 in Stadt und Landkreis Aschaffenburg, 43 in Stadt und Landkreis Schweinfurt, 5 im Landkreis Miltenberg, 6 im Landkreis Haßberge, 6 im Landkreis Main-Spessart, 3 im Landkreis Kitzingen, 6 im Landkreis Rhön-Grabfeld, 19 im Landkreis Bad Kissingen.

    Die Zahlen des RKI unterscheiden sich aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten  von denen der Regierung von Unterfranken. Um Verwirrungen vorzubeugen, richtet sich diese Redaktion nach den Zahlen des RKI.

    Die Karte mit den bestätigten Coronafällen in Unterfranken und im Main-Tauber-Kreis wird laufend aktualisiert:

    Bayernweit zählt das RKI am Montag 46 326 (+120) Infizierte, darunter etwa 41 800 (+200) Genesene und 2382 (+5) Tote. 

    Aus ganz Deutschland wurden 178 570 (+289) Corona-Fälle an das RKI gemeldet sowie 8257 (+10) Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen. 161 200 (+800) Menschen, so schätzt das RKI, sind bereits genesen.

    Restaurants, Kitas, Heime: Was ab Montag in Bayern erlaubt ist

    Ab dem heutigen Montag gibt es in Bayern erneut Lockerungen der Corona-Maßnahmen: Gaststätten dürfen nun auch ihre Innenräume wieder öffnen. Aber nicht nur für die Gastronomie, auch für Kindergärten und Altenheime gelten neue Regeln. Was ab Montag im Freistaat erlaubt ist und was nicht – wir geben einen Überblick.

    Interaktive Karte: Auslastung der Intensivstationen in Unterfranken

    Genauso wie die Neuinfektionen ist auch die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Trotzdem gibt es in drei Kliniken in der Region Engpässe auf den Intensivstationen. Wie kann das sein? Seit Anfang April müssen Krankenhäuser jeden Tag melden, wie viele Betten belegt sind (Hier geht es zur interaktiven Karte). Doch noch wichtiger ist die tatsächliche Kapazität, denn zehn freie Betten bedeuten nicht automatisch zehn freie Plätze für Corona-Intensivpatienten. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

    Lässt der Kulturstaat Bayern seine Künstler im Stich?

    Erst vergangene Woche kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an, den Rettungsschirm für Künstler und Kultureinrichtungen aufzustocken. Doch das Hilfsprogramm laufe nur stockend an, berichtet Ralf Duggen vom Dachverband freier Würzburger Kulturträger. Einige Künstler würden durchs Raster der Bürokratie fallen, anderen warten noch immer auf die Bewilligung ihres Antrags. Lesen Sie hier, wie schwierig die vergangenen Woche für Sänger, Saxophonisten und andere Kulturschaffende waren.

    Irritationen: Manche Wirte fragten auch die Adressen der Gäste ab.

    Klar ist: Wer ein Restaurant oder einen Biergarten besucht, muss sich in eine Liste eintragen. Dabei kam es vergangene Woche offenbar zu Verwechslungen, einige Lokale legten versehentlich die falschen Listen aus. Die Gäste mussten dann mehr über sich preisgeben als notwendig. Und das ist nicht das einzige Probleme mit den Listen...

    Biergärten: Fränkischer Wirt richtet Kumpeltisch "Hubert" ein

    Es gibt aber auch unterhaltsame Neuigkeiten in der Corona-Zeit: Humorvoll haben unterfränkische Wirte auf Aussagen des bayrischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger reagiert. Nachdem dieser recht verworren die Abstandregeln in Biergärten erläuterte, gibt es in Marktheidenfeld nun zum Beispiel einen Kumpeltisch „Hubert“. Und ein Komponist aus Mainstockheim (Lkr. Kitzingen) hat Aiwangers Rede sogar ein Stück gewidmet. Dieses können Sie hier hören.  

    Aktuelle Empfehlungen: Symptome des Coronavirus sind Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, vorübergehender, kompletter Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes oder Durchfall. Wer davon ausgeht, sich angesteckt zu haben, sollte sich – telefonisch! – an seinen Hausarzt oder den kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. 

    Bürgertelefone: 

    • Würzburg (0931/ 8003-5100)
    • Schweinfurt (09721/55-745)
    • Kitzingen (09321/928-1111)
    • Bad Kissingen (0971/7165-0)
    • Main-Spessart (09353/793-1490)
    • Haßberge (09521/27-600)
    • Rhön-Grabfeld (09771/94800)
    • Miltenberg (0 93 71/501-523)
    • Main-Tauber-Kreis (09341/82-4010)
    • Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): www.116117.de

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