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    Handball: 2. Bundesliga

    Wölfe nehmen langen Anlauf für Sieg in Hamburg

    Rimpars Handballer treten am frühen Sonntagabend beim Champions-League-Sieger von 2013 an. Warum sie bereits einen Tag früher losfahren.
    Rimpars Trainer Ceven Klatt treibt sein Team an. Und weil seine Handballer in Hamburg hellwach sein sollen, treten die Wölfe die Reise schon einen Tag früher an. Foto: Meike Scheuring/foto2press

    HSV Hamburg – DJK Rimpar Wölfe
    (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Hamburg)

    Am Mittwochabend hat der HSV Hamburg (6./13:11) ein Video in die sozialen Medien eingestellt. Es zeigt die letzten Augenblicke des allerersten Duells zwischen den Hansestädtern und Rimpars Zweitliga-Handballern (8./13:11) vom 14. Oktober 2018. Die Gäste lagen in dieser Partie nie zurück – bis beim Stand von 26:26 diese letzten Sekunden hereinbrachen. Hamburgs Leif Tissier tankte sich durch und markierte den 27:26-Siegtreffer für seinen HSVH. Kurz darauf rissen seine Mannschaftskollegen und die knapp 3000 Zuschauer jubelnd die Arme hoch. Der ehemalige DJK-Trainer Matthias Obinger sprach von "der brutalen Fratze des Sports."

    An diesem Sonntag geht es für die Rimparer wieder nach Hamburg – und eines wird schon einmal anders sein. Die Wölfe machen sich entgegen ihrer sonstigen Gepflogenheiten bereits einen Tag früher auf die Reise zu ihrem Auswärtsspiel. "Das war mir bei dieser weiten Strecke sehr wichtig", erklärt DJK-Trainer Ceven Klatt. Die Grün-Weißen haben einen Zwischenstopp beim Drittligisten Eintracht Hildesheim eingeplant, wo sie am Samstag eine Trainingseinheit absolvieren. Anschließend geht es weiter in Richtung Hansestadt. "Wenn man am Spieltag sieben oder acht Stunden unterwegs ist, kann man seine Leistung nicht vollständig abrufen. So sind wir ausgeruht", betont Klatt.

    Nur ein Sieg aus den letzten fünf Partien

    Das zeigt auch: Nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Partien fahren die Rimparer nicht zu den heimstarken Hamburgern, um dort die Punkte liegenzulassen – wie in dieser Saison bislang vier der fünf HSVH-Gegner. "Wir wollen etwas Zählbares mitnehmen", sagt Klatt, der unter der Woche keine Aussage zur personellen Situation treffen wollte. Bei der letzten 23:25-Niederlage in Eisenach vor knapp zwei Wochen waren bis auf Abwehrrecke Philipp Meyer alle Mann an Bord.

    Das Rückspiel gegen den HSVH in der vergangenen Saison endete übrigens 23:23-Unentschieden. Auch diesmal könnte es aufgrund der Tabellensituation eng zugehen. "Die Hamburger sind physisch und in Sachen Körperhöhe sehr stark", unterstreicht Klatt. Toto Jansen habe sie hervorragend weiterentwickelt. Toto steht für Torsten Jansen für 178 Länderspiele mit 503 Toren im deutschen Trikot. Sein letzter Klub als Spieler ist für Jansen der erste als Trainer.

    Champions-League-Sieger von 2013

    Im Sommer hat sich der Champions-League-Sieger von 2013 und deutsche Meister von 2011 unter anderem mit zwei Bundesliga-Spielern verstärkt: Jens Schöngarth kam von Frisch Auf Göppingen, Tobias Schimmelbauer aus Stuttgart. Die Auffälligsten sind in dieser Saison bislang allerdings andere: Kreisläufer Niklas Weller, dem in elf Spielen bereits 84 Treffer gelangen, Philipp Bauer und der erwähnte Leif Tissier. Klatt bezeichnet sie als stetige Brandherde.

    Das Hamburg-Spiel ist auch der Auftakt zur Abschiedstournee von DJK-Torwart Max Brustmann, der nach der Saison seine Karriere beendet (wir berichteten). Klatt zufolge wird sich dadurch in puncto Aufteilung der Spielzeit zwischen Brustmann und Andreas Wieser nichts ändern. Will heißen: Die Nummer 22 bleibt die Nummer eins. "Andi Wieser wird weiter seine Einsatzzeiten bekommen", so der DJK-Coach. Die Suche nach einem neuen Torwart hat unterdessen begonnen. Nach der Saison laufen mehrere Verträge von Schlussmännern anderer Zweitligisten aus. Der frühere Wölfe-Keeper Konstantin Madert (jetzt TV Emsdetten) steht offenbar nicht auf der Liste.

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